Euro je Liter inklusive aller Steuern, Wochenwerte (EU Weekly Oil Bulletin). Linie durchgezogen: Deutschland, gestrichelt: Österreich.Nominal, also in Preisen des jeweiligen Jahres. Die Preisachse beginnt nicht bei null. Stand: .
Nach der Pleite von Lehman Brothers am 15. September 2008 fiel der Ölpreis stark. Im Dezember 2008 kostete OPEC-Öl weniger als 35 US-Dollar je Barrel, trotz der bis dahin größten Förderkürzung des Kartells.
Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt nahm am 1. Dezember 2013 den Regelbetrieb auf. Tankstellen müssen seitdem jede Preisänderung melden.
Am 23. Oktober 2018 fiel der Rheinpegel in Köln mit 69 cm auf den niedrigsten je gemessenen Wert. Laut einer Studie stiegen die Dieselpreise an Kölner Tankstellen während des Niedrigwassers um rund 11 Cent je Liter, in der Vergleichsstadt Hamburg um rund 7 Cent.
Corona-Krise und ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland nach gescheiterten OPEC+-Gesprächen im März 2020 ließen den Ölpreis im ersten Quartal einbrechen.
Seit 1. Januar 2021 kostet CO2 aus Kraftstoffen in Deutschland einen Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz: 25 Euro je Tonne 2021, 30 Euro 2022 und 2023, 45 Euro 2024 und 55 Euro 2025; für 2026 gilt ein Korridor von 55 bis 65 Euro.
Nach dem russischen Angriff am 24. Februar 2022 wurde der März 2022 laut ADAC zum bis dahin teuersten Tankmonat in Deutschland. Diesel erreichte am 10. März im Tagesschnitt 2,321 Euro je Liter.
In Österreich gilt seit 1. Oktober 2022 ein CO2-Preis nach dem NEHG 2022: 30 Euro je Tonne 2022, 32,5 Euro 2023, 45 Euro 2024 und 55 Euro 2025. Bis zum Start des EU-Emissionshandels für Brennstoffe bleibt er auf dem Wert von 2025.
Am 5. Februar 2023 folgten Einfuhrverbot und Preisobergrenzen für russische Ölprodukte: 100 US-Dollar je Barrel für Diesel und ähnliche Produkte, 45 US-Dollar für Heizöl und ähnliche Produkte.
Die EU-Umweltminister einigten sich am 5. November 2025, den Start der Abgabepflicht im neuen EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS2) um ein Jahr auf den 1. Januar 2028 zu verschieben. Bis dahin gelten die nationalen CO2-Preise.
Am 28. Februar 2026 begannen die USA und Israel Luftangriffe auf den Iran. Am 4. März erklärten die iranischen Revolutionsgarden die Kontrolle über die Straße von Hormus; Brent stieg am 8. März erstmals seit vier Jahren über 100 US-Dollar und in der Spitze auf 126 Dollar.
Vom 13. März bis 12. April 2026 durften Tankstellen in Österreich ihre Preise nur montags, mittwochs und freitags um 12 Uhr erhöhen. Danach galt wieder die tägliche 12-Uhr-Regel.
Der Nationalrat beschloss am 25. März 2026 eine Spritpreisbremse: eine per Verordnung gesenkte Mineralölsteuer und eine Margenbegrenzung, befristet vom 1. April bis 31. Dezember 2026. Angestrebt wurden rund 10 Cent Entlastung je Liter.
Nach österreichischem Vorbild dürfen Tankstellen in Deutschland seit 1. April 2026 ihre Preise nur noch einmal am Tag um 12 Uhr anheben. Die Markttransparenzstelle überwacht die Regel.
Vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 sank die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter, mit Mehrwertsteuer um bis zu 17 Cent. Der Bundestag hatte das am 24. April beschlossen.
Am 17. Juni 2026 unterzeichneten die USA und der Iran eine Absichtserklärung zum Ende von Krieg und Blockade. Der Iran schloss die Meerenge wenige Tage später erneut; am 8. Juli brach die Waffenruhe nach Angriffen auf Handelsschiffe zusammen.
Das Bundeskabinett beschloss am 18. September 2026, die Energiesteuer auf Kraftstoffe bis Ende 2026 um 14 Cent je Liter zu senken, mit Mehrwertsteuer rund 17 Cent. Spätestens zum 1. Januar 2027 soll ein befristeter Preisdeckel nach Vorbild Luxemburgs oder Belgiens kommen.
Für Oktober und November 2026 sinkt die Mineralölsteuer in Österreich um bis zu 6,7 Cent je Liter, dazu kommt eine Margenbeschränkung von 3,5 Cent. Insgesamt sollen es rund 12 Cent je Liter sein.
Kiel, 25. November 1973: kein Autoverkehr auf der Holstenbrücke am ersten Sonntagsfahrverbot. Foto: Friedrich Magnussen, Stadtarchiv Kiel, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia Commons.
Jahr für Jahr
Die Tabelle ist die Textfassung des Zeitstrahls: Jahresmittel der Wochenpreise, darunter in kleiner Schrift der inflationsbereinigte Wert. Mehr je Jahr auf den Jahresseiten.
Jahresdurchschnitt der Wochenpreise in Euro je Liter, darunter inflationsbereinigt in Preisen von August 2026
Wie viel kostet ein Liter Super und Diesel aktuell?
In der Woche ab 28.09.2026 kostete Super (Euro-Super 95) in Deutschland im Schnitt 2,345 Euro je Liter, Diesel 2,437 Euro. In Österreich waren es 1,956 Euro für Super und 2,259 Euro für Diesel (EU Weekly Oil Bulletin).
Wann war Tanken am teuersten?
Nominal lag der höchste Wochenwert seit 2005 in Deutschland bei 2,357 Euro für Super (Woche ab 14.09.2026) und 2,457 Euro für Diesel (Woche ab 21.09.2026). In Österreich bei 2,102 Euro für Super (27.06.2022) und 2,259 Euro für Diesel (28.09.2026).